Marketing fängt schon im Detail an

Ein erfolgreicher Vertrieb von Produkten oder Dienstleistungen setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Es stellt sich die Frage, wie die gewünschte Kundschaft effektiv erreicht und gebunden werden kann.

Die Unternehmensidentität
Irrtümlicherweise wird der Begriff Marketing oft ausschließlich im Zusammenhang mit Werbeaktionen gesehen. Allerdings beginnt der Vertrieb bereits in der Struktur und dem Selbstverständnis eines Unternehmens. Bevor ein Produkt der potentiellen Kundschaft mit einer persönlichen Note vermittelt werden kann, sollte daher zunächst ein individuelles Unternehmensleitbild erstellt werden. Unter anderem sollte das Augenmerk auf die Stärken und Schwächen gerichtet werden. Die herausgearbeiteten Stärken heben von der Konkurrenz ab und sollten der Kundschaft vor Augen geführt werden. Erst wenn es dem Unternehmen bewusst ist, warum es gewählt werden sollte, kann dieses Verständnis an die potentiellen Kunden weitergegeben werden. Die Beseitigung oder Verbesserung der festgestellten Schwächen sollte in den Zielkatalog aufgenommen werden.
Auch unterliegen Führungsebenen dem Irrtum, dass die einmalige Erstellung eines Unternehmensleitbildes ausreichend ist. Im Hinblick auf den Ausbau von Schwächen wäre es nicht sinnvoll, einen Status quo beizubehalten und nicht an aktuelle Gegebenheiten anzupassen. Des Weiteren können die herausgearbeiteten Stärken dermaßen abfallen, dass es nicht sinnvoll ist, den Vertrieb mit den angeblichen Vorzügen zu bewerben.
Es empfiehlt sich zumindest einmal im Jahr das unternehmerische Selbstverständnis zu überprüfen.Erhöhung des Bekanntheitsgrades
Neben dem Unternehmensprofil sind die Daten zum Produkt oder zur Dienstleistung den potentiellen Kunden bekannt zu machen. Weg und Art der Werbung hängen von Faktoren wie vorhandenes Budget sowie Zielgruppendefinition ab. Gegebenenfalls sollte auf das Fachwissen und die Erfahrung einer Werbeagentur zurückgegriffen werden.

Kundenpflege als Marketinginstrument
Sobald ein gewisser Kundenstamm vorhanden ist, gilt es deren Interesse aufrechtzuerhalten und neue Kaufanreize zu schaffen. Neben Sonderangeboten am Rande der Gewinnschwelle, die lediglich namentlich bekannten Kunden unterbreitet werden sollten, ist der Einsatz von Kundenkarten ein effektives Mittel, um eine bestimmte Bindung zu schaffen. Beispielsweise kann über eine Bonuskarte, die auf das Sammeln von Punkten im Gegenzug von Vergünstigungen oder Leistungen ausgerichtet ist, eine Sammelmotivation generiert werden. Teilweise führt diese Motivation zu einem unbewussten Mehrkonsum. Dabei ist es nicht erforderlich, dass das Unternehmen über eine gewisse Mindestgröße verfügt. Auch ist es nicht vorgeschrieben, dass die eingesetzten Kundenkarten mit einem Magnetstreifen oder Chip ausgestattet sein müssen. Dies würde logischerweise zur Erhöhung der Anschaffungskosten führen. Exemplarisch sei der Einsatz einer aus Papier bestehenden Karte im Bereich eines Schnellrestaurants genannt. Es könnte die Regelung getroffen werden, dass jede Mahlzeit, die einen Wert von fünf Euro übersteigt, auf der Karte abgestempelt wird und im Ergebnis dazu führt, dass die zehnte Mahlzeit kostenlos als Bonus gewährt wird.
Mitunter durch solche Details kann ein erfolgreiches Marketing betrieben werden.