Mobbing auf der Arbeit – so schützt man sich

Ein Wort fasst zusammen, was viele sich nicht vorstellen können. Von Kollegen gemieden, in der Arbeit gebremst, beschimpft, erniedrigt oder gar angegriffen werden, drängt Mitarbeiter schnell in eine Rolle die keiner haben will. Das Opfer.

Immer mehr wird am Arbeitsplatz gemobbt. Genaue Zahlen ob mehr Männer oder Frauen betroffen sind oder auch von wem Mobbing eher ausgeht, gibt es kaum. Studien widersprechen sich da zum Teil. Ein Geheimrezept für den Schutz vor Mobbing gibt es nicht. Im Idealfall ist der Vorgesetzte neutral und wirkt aktiv gegen Mobbing, wie es seine Pflicht ist. Leider sind jedoch die Vorgesetzten häufig involviert. In dem Fall kann sich ein Betroffener an den Betriebsrat wenden. Wichtig ist es, das Thema offen anzusprechen. Oft ist das für Mobbingopfer der schwerste Schritt.

Abpfiff durch den Schiedsrichter

Hilfreich kann es sein, einen Schlichter einzuschalten. Alle Beteiligten werden angehört und der Schlichter vermittelt zwischen den Parteien. Lösungsvorschläge kommen von den Beteiligten selbst. Ist die Situation festgefahren oder basiert das Gefühl des Gemobbt-Werdens auf Missverständnisse (häufig wird das Wort bereits verwendet, wenn es einfach nur Unstimmigkeiten gibt oder sich Kollegen nicht sympathisch sind), sollten die Beteiligten nicht mehr in einem Team arbeiten. Nicht immer muss eine Kündigung hier die Konsequenz sein. Unterschiedliche Abteilungen oder Schichten können ausreichend sein.

Körper und Geist genesen lassen

Mobbing kann psychisch oder körperlich krank machen. Die Heilung kann sehr lange Zeit in Anspruch nehmen, vor allem, wenn es um psychische Erkrankungen geht. Hier ist häufig eine Therapie selbst dann noch erforderlich, wenn die Stelle gewechselt, das Team getrennt oder der mobbende Kollege gekündigt wurde. Es ist ratsam die Therapie lange genug in Anspruch zu nehmen, denn Mobbingopfer müssen auch an sich arbeiten und ihr Selbstwertgefühl erkennen und stärken, um nicht erneuten Angriffen ausgesetzt zu sein. Am wichtigsten ist es zu lernen, belastende Situationen so zu bewältigen, dass sie keine langfristigen Energieräuber werden.