Karriere in der Gastronomie

Für manche Menschen ist der Beruf des Kellners ein No-Go, eine Arbeit die man nur macht, wenn es nichts anderes gibt. Doch das ist eine viel zu einseitige Sichtweise auf ein Berufsbild, das nicht nur vielschichtig sondern auch abwechslungsreich und spannend sein kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass jedermann für die Serviceindustrie geboren ist. Um einen Job wie den des Servicefachmannes bzw. der Servicefachfrau gut zu machen, muss man der richtige Typ Mensch sein. Denn der Dienstleistungssektor an sich verlangt den Arbeitnehmern einiges ab. Wichtig sind die richtige Einstellung, ein Unternehmen mit konstruktivem Arbeitsklima und eine vernünftige „Work-Life-Balance“.

Möglichkeiten zur Ausbildung für die Gastronomie

In der Gastronomie sind natürlich viele Ungelernte bzw. Angelernte beschäftigt. Möchte man in der Branche aber wirklich Karriere machen und nicht spätestens beim Commis de rang Karrierestopp machen, gibt es unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten. Beliebt sind neben dem herkömmlichen Lehrberuf auch berufsbildende Schulen, in denen man neben einer normalen Oberstufen-Ausbildung auch die Berufsausbildung Koch/Kellner erlangt. Mit einer solchen Schulausbildung hat man den Vorteil, dass man sich nicht schon in Teenagerjahren entscheiden muss, sondern erst einmal in die Branche hineinschnuppern kann. Wenn der Beruf einem dann doch nicht so gefällt, ist eine Ausbildung in einem ganz anderen Feld nicht verbaut, da man ja trotzdem einen Schulabschluss mit Hochschulzugang erhält. Durch verpflichtende Praktika sammelt man zudem wertvolle Berufserfahrung und bekommt so einen echten Einblick in die Branche. In der Schule erlernt man im Bestfall ein breites Feld an Grundwissen der verschiedenen Felder der Gastronomie – von Management, über Küche und Service. Danach sollte man die Basics von Zubereitung und Küchenabläufen, über Serviceprozesse bis hin zu den Grundregeln in der Gastro Tischwäsche richtig zu handhaben verinnerlicht haben.

Schlechte Ersterfahrungen verderben ein ganzes Berufsbild – Tipps für ein erfolgreiches Gastro-Praktikum

Praktische Erfahrungen sind für Persönlichkeit und Lebenslauf gleichermaßen Gold wert und beinahe unerlässlich für den Karrierestart. Für viele junge Leute beginnen die ersten Erfahrungen in der Gastronomie mit einem Praktikum – in einem Hotel, Restaurant, Kaffeehaus oder sogar auf einem Kreuzfahrtschiff oder bei speziellen Events. Die Möglichkeiten in diesem Feld sind schier unbegrenzt und erweitern sich laufend. Für das Praktikum, vor allem wenn es das erste ist, ist es aber besonders wichtig, sich das jeweilige Unternehmen ganz genau anzusehen. In der „Gastro“ herrscht natürlich auch eine gewisse Konkurrenz und manchmal ist es gar nicht so einfach, überhaupt einen Praktikumsplatz zu finden. Doch sollte man seine Suche auf ein Unternehmen richten, in dem einerseits ein positives Arbeitsklima herrscht und das andererseits die Arbeitnehmerrechte achtet. Gerade in der Gastronomie werden Praktikanten nämlich schnell einmal gnadenlos ausgenutzt: von unbezahlten Überstunden über unfaire Arbeitszeiten bis zu harschem Umgangston ist die Palette breit an negativen Erfahrungen. Allzu zart besaitet sollte man in der Gastro also nicht sein. Es gilt die richtige Balance zu finden, um ein lehrreiches und gerechtes Arbeitsverhältnis zu gewährleisten.