Dienst und Betriebshaftlicht: Das sollte man über die Verischerungen wissen

Auch Angehörige des öffentlichen Dienstes können während ihres Dienstes einmal Fehler machen. Damit dieser Fehler nicht zu einer finanziellen Katastrophe für den Betroffenen wird, sollte er eine Dienst- und Berufshaftpflichtversicherung abschließen, die es speziell für Angehörige des öffentlichen Dienstes gibt. Diese Versicherung deckt nahezu alle Risiken und Aufgabengebiete ab, hier mehr Infos.

Diese Berufsgruppen gehören zum öffentlichen Dienst:

– Angestellte von Bund, Länder und Gemeinden.
– Angestellte von Berufsgenossenschaften, Orts- und Ersatzkassen, Universitäten, staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften, sowie vom Deutschen Roten Kreuz und seinen Einrichtungen.
– Angestellte bei Stiftungen des öffentlichen Rechts, wie z.B. Bibliotheken, öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und Schulen.
Allerdings gibt es ein paar Tätigkeiten, für die Angestellte im öffentlichen Dienst einen besonderen Versicherungsschutz benötigen und die nicht in ­die normale Dienst und Betriebshaftlichtversicherung fallen. Diese sind z.B. ärztliche und tierärztliche Tätigkeiten, die Ausübung der Jagd, die Leitung von Kliniken und Krankenhäusern, Forschungs -, gutachterliche oder wissenschaftliche Tätigkeiten, die Leitung von Einrichtungen, Instituten, Betrieben sowie von Projekten die der Forschung dienen oder wissenschaftlicher Tätigkeiten auf folgenden Gebieten: der Pharmazie, der Biologie, der Medizin, der Physik, der Chemie und der Gentechnologie. Weitere Informationen erhält man z.B. hier.

Wer und was fällt in ­die Dienst und Betriebshaftlichtversicherung?

Hier ein paar Beispiele, bei denen ­eine Dienst und Betriebshaftlichtversicherung einspringt:
– Beamte oder Richter: Einem Polizeibeamten unterläuft ein Fehler bei der Verkehrsregelung und dadurch passiert ein Unfall, dann kommt die Versicherung des Beamten für diese Schäden auf. Einem Richter unterläuft ein Fehler bei der Eintragsverfügung für ein Grundbuch, für die daraus entstehenden Schäden haftet die Versicherung.
– Gerichtsvollzieher: Eine Zwangsvollstreckung wird vom Gerichtsvollzieher zu spät durchgeführt, sodass dem Geschädigten noch weiterer Schaden entstanden ist, auch dieser Schaden wird von der Versicherung übernommen.
– Soldaten: Während eines Manövers zerstört ein Soldat mit einem Panzer ein ganzes Maisfeld, weil z.B. die Kette des Panzers gerissen ist, den damit verbundenen Schaden reguliert die Versicherung.
– Öffentlich-rechtliche Mandatsträger oder sonstige Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes: Ein Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes fährt mit Blaulicht durch die Stadt zu einem Unfallort und rammt, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, einen Pkw. Sowohl die Personenschäden als auch die Sachschäden werden von ­der Dienst und Betriebshaftlichtversicherung übernommen. Auch dazu findet man hier mehr Infos.

Da ein Versicherungsschutz immer nur bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme besteht, sollte diese für ­Sach – Personen – und Vermögensschäden bei mindestens 3.000.000 Euro liegen. Nur so ist gewährleistet, dass sämtliche berechtigte Schadensersatzforderungen auch vollständig übernommen werden können. Je nach Berufsgruppe und Schaden können diese Schadensersatzforderungen leicht bis zu 3.000.000 Euro erreichen. Weitere Informationen zu diesem Thema findet man z.B. hier.