Ab wann ist eine Kündigung Rechtskräftig?

Kündigungen gehören zum Berufsleben einfach dazu, sie können ein Leben völlig aus den Bahnen reißen, aus diesem Grund ist eine Kündigung so gefürchtet. Welche Gesetze und Grundlagen sieht das Arbeitsrecht hier vor, ist jede Kündigung auch gleich rechtskräftig? Zu unterscheiden, gibt es drei unterschiedliche Varianten der Kündigung. Zum einen die ordentliche Kündigung, die außerordentliche Kündigung, oder auch fristlose Kündigung genannt und die Änderungskündigung.

Bei einer ordentlichen Kündigung ist das Arbeitsverhältnis nicht sofort beendet, sondern erst nach einer bestimmten Kündigungsfrist. Diese kann variieren, da sie sich aus dem Gesetz, dem Tarifvertrag oder aus dem bestehenden Arbeitsvertrag ergibt. Während der Kündigungsfrist hat der Arbeitnehmer also Zeit, sich auf das bevorstehende Ende seiner Arbeit vorzubereiten und kann sich auch einen neuen Wirkungskreis suchen. Ebenso ist es, wenn die Kündigung vom Arbeitnehmer ausgeht, auch hier ist die vereinbarte Kündigungsfrist einzuhalten. Bei einem unbefristetem Arbeitsvertrag, kann der Betrieb, sofern er eine gewisse Größe übersteigt, dem Arbeitnehmer nur dann kündigen, wenn die Kündigung personenbedingt, betriebsbedingt oder verhaltensbedingt ist. Die Ausnahme gilt nur, wenn es sich bei dem Arbeitsvertrag um ein befristetes Arbeitsverhältnis handelt.

Die fristlose oder außerordentliche Kündigung bedeutet, dass das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung endet. Für diese Form der Kündigung muss beiderseits ein triftiger Grund vorliegen, es muss beiderseits dargelegt werden, warum hier die Kündigungsfrist nicht eingehalten werden kann. Bei Diebstahl oder Schädigung eines Betriebes kann es zu fristlosen Kündigungen kommen. Das Arbeitsrecht ist hier nur sehr allgemein geregelt, welche Umstände genau vorliegen müssen, um die fristlose Kündigung zu rechtfertigen.

Eine Änderungskündigung hat sich mittlerweile in der Praxis durchgesetzt. Diese wird meist vom Arbeitgeber, kann aber auch vom Arbeitnehmer ausgesprochen werden. Bei dieser Variante soll das Arbeitsverhältnis nicht beendet werden, es sollen nur die Bedingungen neu geregelt werden. Die Kündigung soll in diesem Fall, nur die Bedingungen untermauern oder etwas Nachdruck verleihen. Sollte der Arbeitnehmer die neuen Bedingungen nicht akzeptieren, endet das Arbeitsverhältnis zur vereinbarten Kündigungsfrist.

Viele Arbeitnehmer sind immer noch der Meinung, dass Ihnen bei einer Krankmeldung nicht gekündigt werden kann. Das ist ein folgenschwerer Irrtum! Insbesonder bei kleinen Unternehmen, wo in der Regel nicht mehr als 10 Mitarbeiter arbeiten, kann auch während der Krankmeldung gekündigt werden. Es muss lediglich die vereinbarte Kündigungsfrist eingehalten werden. Größere Unternehmen müssen für eine Kündigung bei der Krankmeldung jedoch triftige gründe aufzeigen, die personenbedingte, verhaltensbedingte oder einer betriebsbedingte Gründe erkennen lassen. Bei großen Unternehmen greift das Kündigungsschutzgesetz, das jedoch für eine Kündigung im Krankheitsfall, unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, keinen Halt machen wird.