Konferenzen im digitalen Zeitalter

Web 2.0 sei Dank wird heutzutage längst nicht mehr nur in üblichen Konferenzen miteinander diskutiert und Wichtiges besprochen, die an einem gemeinsamen Tisch stattfinden. Stattdessen bieten zahlreiche Softwareprogramme es nun an, sich auch via Internetverbindung miteinander zu unterhalten. Das funktioniert sowohl in privaten Einzelgesprächen als auch in großen Konferenzen mit vielen Teilnehmern. Aber welche Programme gibt es eigentlich und was lohnt sich für den Anwender am ehesten?

Der bekannte Branchenriese: Teamspeak 3

Einer der sicherlich bekanntesten Vertreter für eine Telefon-Konferenz ist zweifellos die Software Teamspeak, die kostenlos bezogen werden kann und einen Kommunikations-Server bietet, auf dem alle Teilnehmer mit eigener IP-Adresse online sind und miteinander kommunizieren können. Als sehr schnell und unkompliziert startendes Programm bietet das aktuell neueste Teamspeak 3 zahlreiche Optionen, um Gespräche auf dem Server zu koordinieren. Mit den nötigen Administrationsrechten ist es so beispielsweise möglich, den Anwendern bestimmte Nutzungsrechte zu geben, die es gestatten, eigene Channels zu eröffnen (beispielsweise für private Unterhaltungen, zu denen nicht jeder Zugang hat), andere Nutzer ein- oder auszuladen oder andere Einstellungen vorzunehmen. Auch mit vielen Teilnehmern sorgt Teamspeak in der Regel für klare und deutliche Übertragungen, dafür wird lediglich ein Teamspeak 3 Server benötigt. Dieser kann einmalig für eine Woche kostenlos über den Hersteller bestellt werden. Mit kurzen Latenzzeiten, Gigabit-Anbindung und ohne Volumenbegrenzung sind so Sprachqualität und komfortable Nutzung garantiert.

Alternativen zum Marktführer

Wer Teamspeak nicht nutzen möchte und Konferenzen und Gespräche lieber auf einem anderen Format durchführen will, kann aber auch von den zahlreichen Alternativen Gebrauch machen. So wird beispielsweise auch gern die Freeware Skype genutzt, welche Gespräche in die ganze Welt ermöglicht. Da das Programm vor einiger Zeit von Microsoft aufgekauft wurde, kann man sich hier außerdem benutzerfreundlich mit einem Windows-Life-Konto anmelden und so auch ehemalige Messenger-Kontakte zu einem Gespräch einladen. Während normales Telefonieren hier kostenlos ist, so gehören Konferenzen mit mehreren Teilnehmern zum Service „Skype Premium“ und sind kostenpflichtig. Dafür verfügt die Konferenz allerdings auch über die Möglichkeit, eine zusätzliche Videoübertragung zu nutzen. Kostenpflichtig sind hier übrigens auch ankommende oder abgehende Gespräche zum Festnetz oder Mobiltelefon, ebenso wie das Senden von SMS-Nachrichten oder die Anrufdurchstellung zum Mobil- und Festnetz.

Andere kostenfreie Vertreter

Weitere bekannte Vertreter sind beispielsweise die Dienste „Mumble“ oder „ooVoo“, die ebenfalls kostenlos sind und spezielle Features enthalten. Mumble ist dabei allerdings weniger professionell ausgelegt, denn der Fokus liegt insbesondere auf dem Schwerpunkt, gleichzeitig zu spielen und zu chatten. ooVoo dagegen kann mit einem guten, schnellen Videochat überzeugen, bei dem bis zu sechs Teilnehmer mit dabei sein können. Ähnlich wie in Apples iChat AV werden die Webcam-Bilder dabei dreidimensional in einem dunklen Raum dargestellt.